Liebe Leute,
JA! Ich muss mehr schreiben! Ihr habt recht. Ist es am 17.01
schon zu spät um sich noch etwas für das neue Jahr vorzunehmen? Hier wi go…
Also Weihnachten bis Silvester waren wir in Bobo Dioulasso,
zweit größte Stadt mit ca. einer Million EW.Da haben wir eigentlich das normale, wenig spannende gemacht, was man in Burkina immer macht, also wenn man Familie hat: Leute besuchen, Hände schütteln… und sonst? Hmmm… noch mehr Leute besuchen!
Die Kinder waren da nicht so begeistert von, aber meistens gab es in den Haushalten etwas was sie aufmunterte: Platz 1. Der Fernseher, Platz 2. Tiere, Platz 3. Teenagerinnen, welche mit den beiden Kids in den Kiosk um die nächste Ecke verschwanden und 30min später freudestrahlend mit Cola, Erdnüssen oder Bonbons wiederauftauchten.
Mein heimlichen Platz 1. belegten die christlichen Familien, bei denen gab es nämlich Festtagsessen: Salat!
Nein, nein, es war toll die ganzen Onkels und Tanten zu treffen, die meisten kannte ich ja sogar schon. Kulturprogramm/Party gab es in Bobo natürlich auch! (hmm... leider ist das Video zu groß)
Silvester war dann neu für mich. Es gab ein bisschen
peng-peng, aber irgendwie nicht so richtig. Die Familie von IB war pünktlich,
also Silvester-unpünktlich, im Bett.
Vor 12Uhr, nicht eine Rakete! Welch eine Disziplin! Ich dachte
schon es gibt gar keine. Aber doch: von 0:00 bis 0:15 Uhr konnte man Raketen
sehen. Ich dachte es liegt wohl an der Tradition oder Verfügbarkeit der
Feuerwerkskörper, aber es ist wohl nicht erlaubt schon abends zu knallern. Das
leuchtete mir auch ein, denn ich erschrak bei den ersten Knallern sehr und
musste mich vergewissern, dass es keine Schüsse waren. Also die Terror- und
Putschängste sind hier überall präsent und darum ist das Knallern nur begrenzt
erlaubt.
Neujahr sind wir weiter in Ibs Dorf gefahren. Dort hat es
den Kids auf anhieb gefallen. 1. Hatten wir es aufgegeben sie zum
Händeschütteln zu ermutigen, 2. Gab es kaum Motorräder (geschweige den Autos…
hahah…) und somit konnten sie frei rumlaufen und machen was sie wollten.
Ihre liebste Beschäftigung wurde Eselreiten (wohle ehr
Eselsitzen), selber drauf und runter klettern.
Lola knuddelte jedes Küken, Lämmchen oder was sonst noch da
rumlief. Abends gabs Lagerfeuer und einmal sogar Kinderparty. Für Lola gab es
allerdings 2 große Probleme: 1. Man konnte sein Mittagessen am Vortag noch
streicheln und das zweit waren die sanitären Anlagen- also das Loch 😉
Ib war glücklich nach 3Jahren alle wieder zu sehen und ich
erfreute mich das ganz traditionelle Handwerk der Dafi (Ibs Ethnie) zu
bestaunen. Hierbei wird Baumwolle zu einem Faden auf eine Art Schaschlik-Spieß
gesponnen und nach dem einfärben auf einem Webstuhl zu einem qualitativ
hochwertigen Stoff gewoben.
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