Samstag, 29. Dezember 2018


Reporterin Lola erzählt euch was:

Ich habe ein Fahrrad zu Weihnachten bekommen. Hier seht ihr mein lila-pinkes Fahrrad, das rote Fahrrad von meiner Cousine Ramatu und das blaue Fahrrad von Yaya. Außerdem hat der Weihnachtsmann noch Überraschungseier und Stifte für mich gebracht.


Ich habe Weihnachtsferien und nun sind wir in den Urlaub gefahren.  Wir grüßen euch alle ganz lieb. Jetzt sind wir in Bobo Dioulasso bei Papas Tante. Wir haben gerade Frühstück gegessen: Papaya, Ananas, Avocado, Baguette.


Hier seht ihr das Bahnhofshaus und den Markt davor.



Das ist der Cousin von Papa, den mag ich sehr gerne. Ich zeige euch mein neues Armband und den Fingerring.

Hier seht ihr ganz junge Küken, die noch in einer Kiste mit einer Lampe sind.

 
 
 














Hier seht ihr Kinder die wir besucht haben. Die wohnen alle bei dem Großonkel von Papa. Ich habe das Foto gemacht und die Kinder haben witzige Faxen für das Foto gemacht.







 

Freitag, 28. Dezember 2018


Weihnachten bei 34°C

Pünktlich zum 4. Advent und Lolas Schulweihnachtsfeier war ich also zurück in Gaoua.
Und dort mussten wir nun schnell noch etwas vorbereiten ;)


 

Malaria

Heute gibt es aus gegebenem Anlass einen kleinen Abstecher zum Thema Malaria, ratet mal warum…

Tja, ich wollte eigentlich nach Ouaga um dort an einer Versammlung teilzunehmen, stattdessen bin ich 2h nach meiner Ankunft direkt ins Krankenhaus. Wenn man sich bei 30°C den Allerwertesten abfriert und sich in Pullover und Decken einkuscheln will, dann ist die Diagnose auch ohne Test ziemlich klar: Malaria. Meine erste. Und es ist auch bekannt, dass die erste die schlimmste sein soll. Die Afrikaner haben ja so 1-2 mal pro Jahr Malaria und behandeln das wie wir eine Grippe. Also das normalste der Welt, es geht einm halt nur so 3Tage besch**, schluckt schnell die ziehmlich harten Medikamente uns ist- also als Afrikaner nach 4-5Tagen wieder bei der Arbeit. Weißnasen brauchen wohl ehr 10-14Tage. Ich erspare euch mal die Einzelheiten der körperlichen Befindlichkeiten , aber ja das war unangenehm.
 

Ich habe mich also drei Tage im besten Krankenhaus der Stadt aufgehalten, habe noch ein paar Tage in einem Hotel vor mich hingegammelt und bin nun wieder fit 😉 Ich musste leider etwas warten bis ich wieder die Rückfahrt nach Gaoua antreten konnte. Erstens weil 6h Stunden reise nach der Malaria doch auch anstrengen und zweitens war kein Auto von meiner Arbeitsstelle zu entbehren.

Also war ich insgesamt eine Woche in Ouaga, ohne das Großstadt-Party+Kultur-Leben genießen zu können. Zugelegt habe ich mir die Malaria-Parasiten wohl direkt in meiner ersten Woche Ouaga, denn in Gaoua haben wir eigentlich keine Mücken, also nix wie zurück zur Family.

Dienstag, 18. Dezember 2018


 
Unser Alltag
In der ersten Woche hatten wir nun beschlossen … nein Lola hat beschlossen … in die Schule zu gehen. Sie war patu nicht davon zu überzeugen, es erst einmal mit dem Kindergarten zu versuchen. Nun gut, jetzt hat sie den Salat!
Wir haben mit ihr also bei einer katholischen Schule vorgesprochen (die sind besser als die staatlichen) und die Direktorin meinte ihr eine Chance zu geben. Nun ist sie ein paar Buchstaben hinterher und muss alles in Schreibschrift lernen, aber das wird sie packen.
Das Problem der ersten Schulwoche lag ehr darin, dass in dieser Schule noch niemand ein weißes Mädchen mit blonden Zopf gesehen hatte: das führt direkt ins Chaos!
Nach 5min kannten alle 60 Mitschüler ihren Namen und wollte sie anfassen und nach 10min kannte die ganze Schule ihren Namen und riefen ihr nach… Unglaublich und hoffentlich nicht traumatisch…Aber wie ich meine kleine Diva kenne wird sie ab nächster Woche den Spieß umdrehen und allen sagen wo und wie was zu tun ist.
Auf jeden Fall ist der Alltag für sie nun wirklich eine Umstellung: 7Uhr geht’s los bis zur Mittagspause, die geht 2,5h und am Nachmittag noch einmal hin bis 17Uhr. Ganz schön viel…. Aber he, das wird schon.
Yaya geht in den Kindergarten, der ist aber nur halbtags… Tja, und IB ist damit beschäftigt die Kids von A nach B und wieder zurück zu kutschieren. Aber dafür darf er das mit unserem Pick-up *yeahhh
Ich habe in meiner ersten Woche wieder Hände, Hände, und noch mehr Hände geschüttelt! Aber diesmal von richtig wichtigen Personen ;) Ich arbeite ja mit den Regional Büros der Ministerien für Agrar und Gesundheit zusammen und auch mit dem Gouverneur der Region und dem „Landrat“. Ganz schöööön wichtig wahhh!
Sind alle ganz nett und wenn ich dann irgendwann die 1.000.000 Abkürzungen verstehe, dann wird das bestimmt auch eine gute Zusammenarbeit.    
Hier übrigens mal ein kleines Video über ein Teil unseres Projektes:


Ankunft in Gaoua

Nach der ersten Woche in Ouaga sind wir dann auf- in unser neues zu Hause nach Gaoua. Die Stadt ist die Zentrale für den äußersten Süd-Westen des Landes und man braucht 7h mit dem Auto dort hin.
Die Fahrt in einem klimatisierten „Quatre-quatre“ (4x4 = Allradantrieb) war aber nicht so anstrengend, wir hatten ja sogar einen Fahrer und ein USB-fähiges Radio aus welchem dank Mamas guter Planung Bibi Blocksberg, Kinderlieder und sogar Weihnachtslieder ertönten. Das war wirklich etwas surreal durch den afrikanischen Busch zu fahren und „Schneeflöckchen Weißröckchen“ zu hören ;)
Je weiter wir in den Süden kamen wandelte sich die Grassavanne mehr zu einer Strauchsavanne mit relativ vielen Bäumen und einer hügeligen Landschaft: wunderschön!
Gaoua ist also auch hügelig und relativ grün und es weht sogar ein leichtes Lüftchen, was eine Offenbarung ist für alle die, die stehende stickige staubige Ouaga-„Luft“ kennen (Luft wird ja mit O2 assoziiert und daran Mangelt es in Ouaga doch etwas).
Ja, und da war nun unser neues Haus: viel größer als auf den Fotos und auch mehr Platz für ein paar kleine Beete als gedacht. Die wichtigsten Möbel waren ja auch schon da, nur Strom war ein bisschen aufwendig… aber binnen 24h hatten wir auch Licht. Mittlerweile haben wir auch Solarstrom, sodass Stromausfälle einen nicht mehr so nerven. Kleinigkeiten wie nicht funktionierende Türgriffe und Schlösser sind nervig, aber wenn ich überlege woran es normalerweise hier noch alles so hapern kann, bin ich ganz zufrieden mit der Funktionsfähigkeit unserer Behausung.
Naja, Lola hat sich neulich gewagt den Schlüssel im Bad umzudrehen und musste sich 40min gedulden bis das gesamte Schloss aufgebrochen war, aber sie ist ja taff ;)



 

Donnerstag, 6. Dezember 2018

Ankunft in Burkina
 
Hallo ihr lieben und willkommen auf unserem neuen BLOG!!!
 

Wir sind vor zwei Wochen angekommen und haben erst einmal das ouagalesische Leben genossen (also das Leben in Ouagadougou, immer noch Hauptstadt von Burkina Faso 😉)
Die ersten Tage waren wir in einer kleinen süßen Lodge zusammen mit dem Halb-Großonkel (???) von IB. Der hatte seinen 9Monate alten Sohn dabei, von welchem Lola und Yaya hell auf begeistert waren.
Nachdem ich die ersten 2Tage min. 100 burkinischen Kollegen die Hände geschüttelt habe, hatten wir am Wochenende frei und sind in ein eigenes Haus umgezogen. In diesem haben wir uns wohler gefühlt als in einem Hotel und konnten viele Leute einladen 😉 Tagsüber bin ich zu meiner Einführungsveranstaltung und IB war mit den Kids unterwegs oder saß in der typisch burkinischen Weise vor dem Haus und hat Tee „zeremoniert“, während die Kinder ihr Sandspielzeug mit den Nachbarskindern geteilt haben und ordentlich gematscht haben.