Ankunft in Gaoua
Nach der ersten Woche in Ouaga sind wir dann auf- in unser
neues zu Hause nach Gaoua. Die Stadt ist die Zentrale für den äußersten
Süd-Westen des Landes und man braucht 7h mit dem Auto dort hin.
Die Fahrt in einem klimatisierten „Quatre-quatre“ (4x4 =
Allradantrieb) war aber nicht so anstrengend, wir hatten ja sogar einen Fahrer
und ein USB-fähiges Radio aus welchem dank Mamas guter Planung Bibi Blocksberg,
Kinderlieder und sogar Weihnachtslieder ertönten. Das war wirklich etwas surreal
durch den afrikanischen Busch zu fahren und „Schneeflöckchen Weißröckchen“ zu
hören ;)
Je weiter wir in den Süden kamen wandelte sich die
Grassavanne mehr zu einer Strauchsavanne mit relativ vielen Bäumen und einer hügeligen
Landschaft: wunderschön!
Gaoua ist also auch hügelig und relativ grün und es weht
sogar ein leichtes Lüftchen, was eine Offenbarung ist für alle die, die
stehende stickige staubige Ouaga-„Luft“ kennen (Luft wird ja mit O2 assoziiert
und daran Mangelt es in Ouaga doch etwas).
Ja, und da war nun unser neues Haus: viel größer als auf den
Fotos und auch mehr Platz für ein paar kleine Beete als gedacht. Die
wichtigsten Möbel waren ja auch schon da, nur Strom war ein bisschen aufwendig…
aber binnen 24h hatten wir auch Licht. Mittlerweile haben wir auch Solarstrom,
sodass Stromausfälle einen nicht mehr so nerven. Kleinigkeiten wie nicht
funktionierende Türgriffe und Schlösser sind nervig, aber wenn ich überlege woran
es normalerweise hier noch alles so hapern kann, bin ich ganz zufrieden mit der
Funktionsfähigkeit unserer Behausung.
Naja, Lola hat sich neulich
gewagt den Schlüssel im Bad umzudrehen und musste sich 40min gedulden bis das
gesamte Schloss aufgebrochen war, aber sie ist ja taff ;)